Zigarren
Don Naldo - von Geniessern für Geniesser
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Herkunft
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Die Dominikanische Republik hat sich fest als eine der weltweit führenden Regionen für Spitzenzigarren etabliert und steht in direkter Konkurrenz zu Kuba. Ihren rasanten Aufstieg verdankt die Branche dem Know-how kubanischer Exilanten, die nach der Revolution ihr kostbares Saatgut und ihre Handwerkskunst auf die Insel brachten. Heute ist der dominikanische Tabakmarkt für seine beständige Innovationskraft und exzellente Qualität bekannt. Besonders geschätzt werden die Tabake für ihre milde bis mittlere Charakteristik, die durch eine beeindruckende Aromenvielfalt besticht.
Anbaugebiet
Das Haupttabakanbaugebiet der Dominikanischen Republik ist das fruchtbare Cibao-Tal (Valle de Cibao) im Norden, insbesondere rund um Santiago de los Caballeros. Die Region bietet ideale Bedingungen mit nährstoffreichen Böden und tropischem Klima für hochwertige Zigarrentabake wie Piloto Cubano, Olor Dominicano und San Vicente.
Charakteristika des Anbaus:
Klima: Tropisch, mit reichlich Sonnenlicht und Nachmittagsbrisen, die eine Überhitzung der Pflanzen verhindern.
Tabaksorten: Hauptsächlich Piloto Cubano (kräftig), Olor Dominicano (mild, aromatisch) und der daraus gekreuzte San Vicente.
Verwendung: Das Cibao-Tal liefert überwiegend Einlage- und Umblätter, aber auch hochwertige Deckblätter.
Geschichte: Tabak wird auf der Insel Hispaniola seit über 500 Jahren angebaut.
Aussaat & Wachstum: Die Samen werden in Setzkästen gezüchtet und nach etwa 45 Tagen auf die Felder ausgepflanzt.
Ernte: Die Blätter werden von Hand geerntet, wobei man unten an der Pflanze beginnt und sich über Wochen nach oben arbeitet.
Trockung und Fermentierung
Trocknung (Curing): Die Blätter hängen 45 bis 60 Tage in Scheunen (Casas de Tabaco), um Feuchtigkeit zu verlieren und ihre Farbe von Grün zu Braun zu ändern.
Fermentation: In großen Stapeln (Pilones) gärt der Tabak unter kontrollierter Hitze. Dies baut Nikotin und Ammoniak ab und entwickelt die komplexen Aromen.
Reifung: Nach der Fermentation reift der Tabak oft mehrere Jahre in Ballen, um den Geschmack zu verfeinern.
Manufaktur (Rolling)
In Zentren wie Santiago de los Caballeros werden die Zigarren in Handarbeit gefertigt:
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Entrippen: Die Mittelrippe der Blätter wird entfernt.
Das Team: Ein Bonchero formt die Einlage (Filler) und das Umblatt (Binder). Ein Torcedor rollt anschließend das makellose Deckblatt (Wrapper) darüber.
Pressen: Bevor das Deckblatt aufgebracht wird, kommen die Rohlinge oft für einige Zeit in Holzformen.
Qualitätskontrolle und Lagerung
Zugtest: Viele Fabriken nutzen Maschinen, um sicherzustellen, dass die Zigarre einen perfekten Luftdurchlass hat.
Farbsortierung: Erfahrene Mitarbeiter sortieren die fertigen Zigarren nach exakten Farbschattierungen, damit jede Kiste einheitlich aussieht.
Aging: Die fertigen Zigarren ruhen meist noch einmal einige Monate in Zedernholzräumen, damit sich die Aromen der verschiedenen Tabake vermischen können.